Georg Michael Gausling

Techniken

Fusing, Pâte de verre
Fusing und Pâte de verre sind Glasverarbeitungstechniken, die schon in der Antike mit faszinierender technischer und künstlerischer Qualität beherrscht wurden, mit dem Aufkommen des Glasblasens aber in Vergessenheit gerieten. Beide Techniken erfordern ein hohes Maß an Erfahrung und Exaktheit im Arbeitsprozess.

Fusing ist das Verschmelzen von vorgefertigten Flachgläsern, die farblos oder farbig sein können. Das Glas wird der gewünschten Form entsprechend zurechtgeschnitten und im Ofen bei Temperaturen zwischen 750°C und 850°C verschmolzen. In einem weiteren Prozess kann das Glas verformt werden. Das Werkstück kann nach der Schmelzung und sorgfältiger Abkühlung gesandstrahlt, geschliffen und poliert, geätzt oder graviert werden. Häufig werden Objekte in verschiedenen Techniken bearbeitet und anschließend kombiniert. Wenn mit farbigem Glas gearbeitet wird, können interessante Farbmischungen durch Schichtungen erzielt werden. Faszinierend ist auch der Wechsel zwischen opaken ( undurchsichtigen) und transparenten Gläsern.

Pâte de verre ermöglicht im Gegensatz zu Fusing umfassend plastisches Arbeiten. Es werden Glasmehle oder Krösel in eine Form eingeschmolzen. Typisch für Pâte de verre ist die Schlierenbildung, in der die Farben verlaufen. Ein breites Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten liegt nicht nur in der Form, sondern schon in der Auswahl der Glaskörnungen.


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